Workflow
Ein Workflow ist eine festgelegte Abfolge von Arbeitsschritten mit klaren Übergaben. Automatisiert bedeutet das: Ein Ereignis löst eine Kette aus, die ohne manuelles Zutun bis zum Ergebnis läuft.
Woran man einen lohnenden Kandidaten erkennt
Drei Merkmale: Er kommt regelmäßig vor, er läuft nach festen Regeln, und niemand trifft dabei eine Entscheidung. Genau solche Ketten fressen Zeit, ohne dass jemand etwas dazu beiträgt — Daten übertragen, Dokumente ablegen, Benachrichtigungen verschicken.
Umgekehrt gilt: Wo abgewogen wird, gehört ein Mensch hin. Ein automatisierter Ablauf, der Ausnahmen selbst entscheidet, produziert Ausnahmen, die niemand bemerkt.
Woran Sie einen automatisierbaren Ablauf erkennen
An drei Eigenschaften: Er kommt häufig vor, er läuft immer gleich, und die Entscheidungen darin lassen sich als Regel aufschreiben. Fehlt die dritte, ist es kein Ablauf, sondern eine Beurteilung — die lässt sich unterstützen, aber nicht automatisieren.
Vorsicht bei „läuft immer gleich": Das stimmt fast nie beim ersten Hinsehen. Der erste Schritt jedes Automatisierungsvorhabens ist deshalb, die Ausnahmen aufzuschreiben. Ihre Zahl entscheidet über die Machbarkeit.
Warum der Fehlerfall zuerst geklärt wird
Weil er eintritt. Was passiert, wenn die Schnittstelle nicht antwortet, wenn ein Pflichtfeld leer ist, wenn derselbe Vorgang zweimal ausgelöst wird? Ohne Antwort auf diese drei Fragen entsteht ein Ablauf, der im Normalfall Zeit spart und im Ausnahmefall Schaden anrichtet.
Die Standardantworten lauten: Wiederholen mit wachsendem Abstand, an einen Menschen übergeben, und jede Ausführung mit einer Kennung versehen, damit die zweite erkannt wird.
Was in der Praxis schiefgeht
Fast immer der Fehlerfall. Ein Ablauf, der bei einem Problem stillschweigend abbricht, ist schlimmer als Handarbeit — dort merkt wenigstens jemand, dass etwas liegen bleibt.
Ein brauchbarer Ablauf meldet Fehler an eine Person, versucht es bei kurzen Störungen erneut und hält fest, was er getan hat. Diese drei Punkte kosten mehr Zeit als die eigentliche Automatisierung — und entscheiden darüber, ob man ihr trauen kann.
Häufige Fragen zu Workflow
Woran erkennt man, dass ein Workflow vor der Automatisierung noch nicht beschreibbar ist?
Worauf ist bei der Übergabe eines Workflows an eine andere Person zu achten?
Wer entscheidet über einen Fall, der in keinen vorgesehenen Zweig eines Workflows passt?
Was leistet ein dokumentierter Workflow nicht?
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