SEO & Sichtbarkeit

Local SEO

Local SEO umfasst alles, was ein Unternehmen in der örtlichen Suche sichtbar macht — im Kartenausschnitt oberhalb der Trefferliste und bei Suchanfragen mit Ortsbezug.

Redaktionell geprüft von Alexander SeidlertwentyonepixelsStand:

Was hier anders zählt als sonst

Die Entfernung zum Suchenden, die Vollständigkeit des Unternehmensprofils und echte Bewertungen wiegen schwerer als die Website selbst. Ein gepflegtes Profil schlägt in der Kartenansicht regelmäßig die bessere Website ohne Profil.

Dazu kommt die Einheitlichkeit der Angaben: Name, Anschrift und Telefonnummer müssen überall gleich geschrieben sein. Abweichungen zwischen Website, Branchenverzeichnis und Profil kosten messbar Sichtbarkeit.

Was den Ausschlag im lokalen Ergebnis gibt

Drei Dinge, und nur eines davon lässt sich einstellen: die Entfernung zwischen Suchendem und Betrieb, die Bekanntheit des Betriebs, und die Vollständigkeit des Unternehmensprofils. Wer in einer Nachbarstadt gefunden werden will, kämpft gegen die Entfernung — dagegen hilft kein Eintrag, sondern nur eine Niederlassung.

Innerhalb des eigenen Orts ist die Reihenfolge umgekehrt: Dort entscheidet, wie vollständig und aktuell das Profil ist und wie viele echte Bewertungen darunter stehen.

Warum eine eigene Ortsseite allein nichts bewirkt

Eine Seite pro Stadt ohne Bezug zum Ort ist eine Brückenseite, und Google erkennt das Muster seit Jahren zuverlässig. Was sie brauchbar macht, ist etwas, das nur für diesen Ort gilt: ein Projekt vor Ort, eine benannte Anfahrt, eine ehrliche Aussage darüber, was nicht geht.

Der Test ist einfach: Tauschen Sie den Städtenamen aus. Wenn der Text danach immer noch stimmt, sagt er über den Ort nichts aus — und dann trägt er auch nichts.

Was die Website dazu beiträgt

Eine Seite je Ort, wenn es dort tatsächlich etwas zu erzählen gibt — mit Anfahrt, örtlichen Projekten, regionalen Besonderheiten. Zwanzig Seiten, in denen nur der Ortsname ausgetauscht ist, wertet Google als Brückenseiten ab.

Technisch gehören Öffnungszeiten, Anschrift und Einzugsgebiet auch als strukturierte Daten hinterlegt, damit Suchmaschinen sie ohne Textinterpretation übernehmen können.

Häufige Fragen zu Local SEO

Nur Betriebe mit echtem physischen Kontakt zu Kunden dürfen ein Profil führen – entweder mit einer Adresse, die Kunden aufsuchen können, oder mit einem Team, das zu Kunden fährt. Ein Postfach oder ein angemietetes Büro ohne echten Betrieb reicht laut Google ausdrücklich nicht aus, ebenso wenig ein Schreibtisch in einem Co-Working-Space ohne eigenes Schild und feste Besetzung während der Öffnungszeiten. Fehlt dieser Kontakt, lehnt Google die Bestätigung ab oder entfernt das Profil später wieder.

Der Name darf ausschließlich der echte, im Alltag verwendete Firmenname sein – wie er auf Ladenschild, Website und Briefpapier steht. Marketing-Zusätze wie Slogans sind laut Google unzulässig, ebenso Ortsangaben, die nicht Teil des eingetragenen Namens sind. Google nennt selbst ein Beispiel: „Holiday Inn (I-93 at Exit 2)“ ist unzulässig, „Holiday Inn Salem“ nur dann erlaubt, wenn der Ortsteil tatsächlich zum eingetragenen Namen gehört. Verstöße wertet Google als Regelbruch und kann das Profil deswegen sperren.

Google begrenzt das Einzugsgebiet eines reinen Dienstleistungsbetriebs ohne Kundenverkehr am Standort auf rund zwei Stunden Fahrzeit vom tatsächlichen Betriebssitz aus. Diese Grenze gilt unabhängig davon, wie groß das gewünschte Marktgebiet ist oder wie viele Postleitzahlen ein Betrieb bewerben möchte. Wer weiter entfernte Städte als Einzugsgebiet einträgt, verletzt Googles Richtlinie für Unternehmensprofile und riskiert damit die Einstufung als unzulässiger Eintrag. Eine echte Zweigstelle ersetzt diese Grenze nicht, sie verschiebt sie nur an einen neuen Standort.

In der Regel drei. Der Kartenausschnitt oberhalb der übrigen Treffer – das sogenannte Local Pack – führt üblicherweise drei Einträge; erst die vollständige Kartenansicht zeigt mehr. Eine verbindliche Zahl nennt Google dafür nirgends, und die Darstellung ändert sich gelegentlich – wer mit einem festen Wert rechnet, rechnet mit einer Beobachtung, nicht mit einer Zusage. Praktisch bleibt es dabei: Wer nicht unter den ersten Einträgen steht, ist für den ersten Blick unsichtbar, unabhängig davon, wie viele Wettbewerber es am Ort gibt.

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