Backlink
Ein Backlink ist ein Link von einer fremden Website auf die eigene. Suchmaschinen werten ihn als Empfehlung: Je mehr glaubwürdige Seiten auf eine Adresse verweisen, desto eher gilt sie als vertrauenswürdig.
Warum Links so schwer wiegen
Inhalte auf der eigenen Seite kann jeder selbst bestimmen. Ein Link von außen nicht – jemand anderes musste sich entscheiden, darauf zu verweisen. Genau deshalb sind Verweise für Suchmaschinen ein so belastbares Signal, und genau deshalb sind sie der Bereich, in dem am meisten manipuliert wird.
Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern die Herkunft. Ein Verweis von einer fachlich passenden, etablierten Seite wiegt mehr als hundert aus Verzeichnissen, die niemand liest.
Welche Verweise überhaupt zählen
Die von Seiten, die selbst besucht werden und thematisch zu Ihnen passen. Ein Verweis aus einem Fachartikel wiegt mehr als hundert aus Verzeichnissen, die außer Verweisen nichts enthalten — und die zweite Sorte kann aktiv schaden.
Für einen regionalen Betrieb sind die realistischen Quellen überschaubar: Kammer, Verband, Lieferanten und Kunden, örtliche Presse, Vereine. Das ist unspektakulär und die einzige Liste, die tatsächlich funktioniert.
Warum gekaufte Verweise das Problem verschieben
Weil sie erkennbar sind. Ein Muster aus themenfremden Seiten mit gleichartigen Verlinkungstexten fällt maschinell auf, und die Folge ist im günstigen Fall Wirkungslosigkeit, im ungünstigen eine Abwertung, die schwer zurückzunehmen ist.
Der schwerer wiegende Einwand ist praktisch: Gekaufte Verweise verschwinden, sobald nicht mehr gezahlt wird. Was bleibt, ist die Ausgangslage — nur später.
Was funktioniert und was schadet
Wirksam und unproblematisch: eigene Projekte, die auf Sie verweisen, Branchenverbände und Kammern, Partner und Lieferanten, Fachbeiträge, die jemand freiwillig zitiert. Der beste Verweis ist der, den man nicht erbeten hat.
Schädlich: gekaufte Links. Das ist ein Verstoß gegen Googles Richtlinien, und die Erkennung ist inzwischen gut. Der Schaden trifft die eigene Seite, nicht den Verkäufer. Wer eine Website betreibt, die auf Vertrauen setzt, sollte davon die Finger lassen – das gilt besonders, wenn man selbst mit Seriosität wirbt.
Rechtsgrundlagen
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)(öffnet in neuem Tab)§ 3a Rechtsbruch, § 8 Abs. 3 Anspruchsberechtigte, § 8c Missbrauch, § 13 Abs. 4 kein Kostenersatz für Mitbewerber bei Informationspflichten, § 5a Abs. 4 verlangt die Kennzeichnung eines nicht erkennbaren kommerziellen Zwecks und vermutet die Gegenleistung, § 7 Abs. 2 Nr. 1 die Einwilligung für Telefonwerbung, Abs. 3 regelt Bestandskunden, § 7a die Dokumentation, § 20 die Bußgelder, § 11 die Verjährung
Häufige Fragen zu Backlink
Was bedeutet es für einen Backlink, wenn die verlinkende Seite ihn als nofollow, sponsored oder ugc kennzeichnet?
Zählt ein Produkt im Tausch gegen einen Backlink als Linkkauf?
Wann ist das Disavow-Werkzeug für einen schädlichen Backlink nicht nötig?
Braucht ein bezahlter Backlink eine Kennzeichnung als Werbung?
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