KI & Automatisierung

GPT

GPT steht für „Generative Pre-trained Transformer" und bezeichnet eine Familie von Sprachmodellen. Der Begriff wird umgangssprachlich für ChatGPT verwendet, meint technisch aber die zugrunde liegende Bauart.

Redaktionell geprüft von Alexander SeidlertwentyonepixelsStand:

Was die drei Wörter bedeuten

Generativ: Das Modell erzeugt Text, statt aus Vorgaben auszuwählen. Vortrainiert: Es hat vorab aus großen Textmengen gelernt und wird nicht für jede Aufgabe neu trainiert. Transformer: die Rechenarchitektur, die das möglich macht.

Praktisch folgt daraus die wichtigste Eigenschaft: Das Modell erzeugt die wahrscheinlichste Fortsetzung — es schlägt nichts nach. Deshalb kann es überzeugend Falsches produzieren.

Was das Wort in Produktnamen bedeutet

Es beschreibt die Bauart, nicht den Hersteller und nicht die Qualität. „GPT" in einem Produktnamen sagt nichts darüber, welches Modell dahintersteckt, wo es läuft und wer die Eingaben sieht — genau diese drei Fragen sind aber die entscheidenden.

Für die Auswahl zählt deshalb anderes: Verarbeitungsort, Auftragsverarbeitungsvertrag, Umgang mit den eingegebenen Daten. Ein bekanntes Kürzel im Namen ersetzt diese Prüfung nicht.

Für den betrieblichen Einsatz

Wo Richtigkeit zählt, braucht das Modell eine Quelle: Es darf nur aus bereitgestellten Dokumenten antworten und gibt an, woher die Aussage stammt. Ohne diese Bindung ist jede Zahl eine Behauptung.

Und der Datenschutz: Was in ein öffentliches Modell eingegeben wird, verlässt Ihr Haus. Für sensible Inhalte braucht es einen Anbieter mit Auftragsverarbeitungsvertrag oder ein Modell in der eigenen Umgebung.

Häufige Fragen zu GPT

Nicht das Markenrecht, sondern der Vertrag des jeweiligen Anbieters. Das US-Patent- und Markenamt hat die Anmeldung von OpenAI auf die Buchstabenfolge GPT im Mai 2023 zurückgewiesen und sie als beschreibend und gattungsmäßig eingeordnet; die EU-Registrierung steht seit Frühjahr 2024 unter Löschungsangriff. Verboten ist der Name trotzdem – aber nur den Schnittstellenkunden von OpenAI, über deren Nutzungsbedingungen seit April 2023. Wer dort nicht Kunde ist, darf die drei Buchstaben führen.

Je nach Einbindung bricht der Aufruf ab oder ein anderes Modell antwortet. OpenAI nennt in seiner Abkündigungsliste für allgemein verfügbare Modelle mindestens sechs Monate Vorlauf, für spezialisierte Varianten mindestens drei und für Vorschauversionen ausdrücklich auch nur zwei Wochen. Eine festgeschriebene Modellversion braucht deshalb einen Wechseltermin im Kalender – und wer keine festschreibt, bekommt den Wechsel ohne Ankündigung mitten im Betrieb.

Es endet an einem festen Datum, das der Anbieter je Modell dokumentiert. Der Wissensstand hängt damit an der Modellversion und nicht am heutigen Tag: Ein Wechsel auf ein älteres Modell verschiebt ihn zurück, und zwei Modelle desselben Anbieters können Monate auseinanderliegen. Verbindlich ist dafür allein die Herstellerdokumentation, je Version einzeln nachgesehen. Was ein Modell über seinen eigenen Wissensstand sagt, ist kein Beleg dafür.

Mindestens neun, und die meisten haben mit künstlicher Intelligenz nichts zu tun. Die Begriffsklärung der deutschen Wikipedia führt unter GPT unter anderem die Alanin-Aminotransferase – einen Leberwert, früher Glutamat-Pyruvat-Transaminase –, den Flughafen Gulfport-Biloxi und die GUID Partition Table, ein Partitionsschema, das Windows auf 128 Partitionen je Datenträger begrenzt. Eine Anleitung zu GPT kann also von Festplatten handeln.

Belegt ist das nur für die älteren Modelle: GPT-2 erschien im Februar 2019 mit 1,5 Milliarden Parametern, GPT-3 im Mai 2020 mit 175 Milliarden. Für GPT-4 und alles danach hat OpenAI keine Parameterzahl veröffentlicht. Zum Vergleich zweier heutiger Modelle steht diese Größe also nicht zur Verfügung; belastbar sind nur dokumentierte Angaben wie Kontextfenster, Wissensstand und Abschaltdatum. Jede kursierende Parameterzahl für GPT-4 ist eine Schätzung.

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