Conversion Rate
Die Conversion Rate ist der Anteil der Besucher, die eine gewünschte Handlung ausführen – etwa eine Anfrage senden oder bestellen. Bei 1.000 Besuchern und 20 Anfragen liegt sie bei zwei Prozent.
Warum sie oft die wichtigere Zahl ist
Mehr Besucher zu gewinnen kostet Geld und Zeit. Aus denselben Besuchern mehr Anfragen zu machen, kostet meist nur Nachdenken. Wer die Quote von einem auf zwei Prozent hebt, verdoppelt die Anfragen ohne einen einzigen zusätzlichen Besucher.
Deshalb lohnt der Blick auf diese Zahl vor jeder Investition in Reichweite. Eine Seite, die schlecht umwandelt, wird durch mehr Verkehr nicht besser – sie verschwendet nur mehr davon.
Welcher Wert normal ist
Es gibt keinen. Bei erklärungsbedürftigen Dienstleistungen liegen ein bis drei Prozent im üblichen Bereich, bei einem Shop mit wiederkehrenden Kunden deutlich höher, bei einer Anzeigenkampagne auf kalte Zielgruppen deutlich niedriger. Ein Vergleich mit einer Branchenzahl aus dem Netz führt regelmäßig in die Irre.
Aussagekräftig ist nur der Vergleich mit dem eigenen Vormonat, bei gleicher Zählweise und gleicher Herkunft der Besucher.
Warum eine steigende Rate schlecht sein kann
Weil sie ein Bruch ist. Wenn die Zahl der Besucher um die Hälfte fällt und die Zahl der Anfragen gleich bleibt, steigt die Rate — und das Geschäft ist trotzdem schlechter dran. Prozentwerte verbergen ihre Bezugsgröße.
Deshalb wird sie nie allein betrachtet. Drei Zahlen nebeneinander — Besucher, Anfragen, Rate — verhindern die häufigste Fehldeutung ohne jeden Zusatzaufwand.
Woran es meistens liegt
Selten am Design. Häufig an drei Dingen: Der Besucher versteht nicht sofort, worum es geht. Er findet den nächsten Schritt nicht oder er ist zu aufwendig. Oder er hat einen unbeantworteten Einwand – zum Preis, zur Dauer, zur Zuständigkeit.
Ein realistischer Maßstab: Für Anfragen im Dienstleistungsbereich sind ein bis drei Prozent üblich, im Handel meist weniger. Wer Ihnen zweistellige Quoten in Aussicht stellt, rechnet mit einer anderen Bezugsgröße.
Häufige Fragen zu Conversion Rate
Was passiert mit der Conversion Rate, wenn im Nenner Besuche statt Besucher stehen?
Worauf ist bei einer Conversion Rate zu achten, die mehrere Zielhandlungen zusammenzählt?
Kann die Conversion Rate insgesamt fallen, obwohl sie in jedem Kanal steigt?
Was leistet eine Conversion Rate für die Beurteilung der eingegangenen Anfragen nicht?
Barrierefreie Website: wen die Pflicht trifft — und wen nicht
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit Juni 2025, und seither kursieren zwei falsche Behauptungen: Es gelte für alle Websites, oder es gelte für fast niemanden. Beides stimmt nicht. Wer wirklich betroffen ist, was gefordert wird und warum sich die Umsetzung auch ohne Pflicht rechnet.
Chatbot-Kennzeichnung nach Art. 50: Was technisch zu tun ist
Ab dem 2. August 2026 müssen Chatbots sich zu erkennen geben. Die Anforderung ist kürzer, als die Diskussion vermuten lässt — die Umsetzung hat allerdings ein paar Stellen, an denen es schiefgeht.
Passende Leistungen
Conversion-Rate-Optimierung
Datenbasierte Optimierung für mehr Leads und Verkäufe: A/B-Testing, Heatmaps und Analyse der User-Journey.
Mehr dazuUI/UX Design & Prototyping
Von der User-Journey bis zum klickbaren Prototyp: Interfaces, die Nutzer intuitiv verstehen und die Ihre Conversion-Ziele erreichen.
Mehr dazuWeb-Analytics & Newsletter-Tracking
Cookielose Auswertung von Website und Newsletter auf einem eigenen Server in Deutschland. Sie sehen, was wirkt, ohne Besucherdaten aus der Hand zu geben.
Mehr dazu