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Landingpage

Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit genau einem Ziel – etwa einer Anfrage oder Anmeldung. Sie verzichtet bewusst auf Navigation und Nebenthemen, damit die Aufmerksamkeit auf dieser einen Handlung bleibt.

Redaktionell geprüft von Alexander SeidlertwentyonepixelsStand:

Warum weniger hier mehr ist

Der Unterschied zur normalen Unterseite ist die Absicht. Eine Startseite muss viele Fragen beantworten und in alle Richtungen führen. Eine Landingpage führt in genau eine Richtung. Jeder zusätzliche Link ist eine Gelegenheit, abzuspringen – deshalb fehlt auf guten Landingpages oft sogar das Menü.

Typische Anlässe: eine Anzeigenkampagne, ein Messeauftritt mit QR-Code, ein einzelnes Angebot. Wer aus einer Anzeige auf die Startseite leitet, verschenkt einen erheblichen Teil der bezahlten Klicks.

Was auf eine Landingpage nicht gehört

Die Hauptnavigation. Jeder zusätzliche Weg vom Ziel weg senkt die Abschlussquote — das ist der Unterschied zu einer normalen Seite und der Grund, warum eine Landingpage nicht einfach eine Unterseite ist.

Ebenfalls nicht: mehrere gleichwertige Handlungen. Wenn Anrufen, Anfragen und Herunterladen gleich hervorgehoben sind, ist die Entscheidung an den Besucher abgewälzt, und ein Teil trifft sie nicht.

Warum Anzeige und Seite dasselbe versprechen müssen

Weil der Bruch dazwischen die häufigste Ursache für Absprünge ist. Wer auf „Preise ab 990 Euro" klickt und auf einer Seite ohne Preisangabe landet, geht sofort — und das Anzeigenbudget ist verbraucht.

Die Prüfung dauert eine Minute: Anzeigentext und Seitenüberschrift nebeneinanderlegen. Stimmen sie nicht überein, ist es keine Gestaltungsfrage, sondern ein Leck.

Was auf eine gute Landingpage gehört

Ein Versprechen, das zur Anzeige passt, aus der der Besucher kam – Bruch an dieser Stelle kostet sofort Vertrauen. Dann ein Beleg: eine Zahl, eine Kundenstimme, ein Ergebnis. Anschließend die Handlung, klar benannt und ohne Formularfelder, die niemand braucht. Jedes zusätzliche Pflichtfeld senkt die Abschlussquote messbar.

Und ein Punkt, der oft fehlt: die Antwort auf „Was passiert danach?". Wer weiß, dass er innerhalb eines Werktags eine Rückmeldung bekommt, füllt eher aus.

Rechtsgrundlagen

Häufige Fragen zu Landingpage

Eine Auswertung von über 41.000 Landingpages einer Anbieterplattform ergab einen Median von 6,6 Prozent, die Branchenspanne reicht von 3,8 bis 12,3 Prozent. Die Zahl beschreibt deren Kundenbestand, nicht den deutschen Markt. Aussagekräftig ist daher nur der Vergleich mit der eigenen Vorfassung: Der Kanal verschiebt die Quote stärker als die Gestaltung – Verkehr aus E-Mails wandelt dort mit 19,3 Prozent, bezahlte Suche mit 10,9 Prozent.

Ein noindex-Meta-Tag hält die Seite aus dem Index, ein Eintrag in der robots.txt ist der falsche Weg dafür. Die Google-Ads-Richtlinie zu Zielseiten verlangt, dass die Seite für den Prüf-Crawler lesbar bleibt und der Zugriff nicht durch Ausschlussdateien eingeschränkt wird. Wer dagegen verstößt, bekommt die Anzeige abgelehnt und bei Wiederholung das Konto gesperrt, angekündigt mindestens sieben Tage vorher. Ein noindex erlaubt das Crawlen weiter.

Eine Landingpage braucht kein zweites Impressum, aber den Verweis darauf von sich aus. § 5 DDG verlangt die Anbieterkennzeichnung leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar; weil die Navigation bewusst fehlt, fällt der gewohnte Weg über Menü oder Fußzeile weg. Sobald ein Formular Daten erhebt, tritt die Informationspflicht nach Artikel 13 DSGVO daneben. Diese beiden Verweise sind keine zweite Handlung, über die sich entscheiden ließe, sondern Pflicht.

Die Stufe unterdurchschnittlich ist ein Vergleichswert, keine absolute Note. Google bewertet die drei Bestandteile des Qualitätsfaktors – voraussichtliche Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Landingpage – jeweils als über-, durchschnittlich oder unterdurchschnittlich; der Faktor selbst steht auf einer Skala von 1 bis 10. Maßstab sind Wettbewerber, deren Anzeigen in den letzten 90 Tagen für genau dieselbe Suche ausgeliefert wurden. Welches Element den Abzug verursacht, nennt die Bewertung nicht.

So lange, wie das Ziel der Kampagne gilt. Danach ist die Landingpage kein Bestand, sondern ein Rest: Sie beantwortet Fragen zu einer Sache, die es so nicht mehr gibt, und wird über die Suche weiter gefunden. Gilt das Ziel unter anderem Namen fort, gehört sie per dauerhafter Weiterleitung auf die bleibende Seite; ist es entfallen, ist der Statuscode 410 das ehrliche Signal.

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