SEO & Sichtbarkeit

Web-Analytics

Web-Analytics bezeichnet die Messung des Nutzungsverhaltens auf einer Website: wie viele Menschen kommen, woher, was sie ansehen und wo sie abbrechen. In Deutschland ist dabei die datenschutzkonforme Umsetzung die eigentliche Aufgabe.

Redaktionell geprüft von Alexander SeidlertwentyonepixelsStand:

Welche Zahlen tatsächlich helfen

Nicht die Besucherzahl. Nützlich sind: Über welche Suchbegriffe kommen Menschen, welche Seiten führen zu Anfragen, und wo brechen sie ab. Drei Zahlen, die zu Entscheidungen führen, schlagen zwanzig, die niemand liest.

Besonders aufschlussreich ist der Abgleich mit der Search Console: Wofür werden Sie angezeigt, aber nicht geklickt? Das ist meist ein Titel- oder Beschreibungsproblem und in einer Stunde behoben.

Welche drei Zahlen im Mittelstand reichen

Wie viele Menschen kommen, über welchen Weg, und wie viele fragen an. Alles Weitere ist Vertiefung für den Fall, dass eine dieser drei Zahlen sich unerwartet bewegt. Wer mit zwanzig Kennzahlen anfängt, schaut nach drei Wochen gar nicht mehr hin.

Der Weg ist dabei die wichtigste der drei: Er entscheidet, wo weitere Arbeit sich lohnt. Besucher aus der Suche, aus einer Anzeige und aus einer Empfehlung verhalten sich unterschiedlich und rechtfertigen unterschiedliche Maßnahmen.

Was ohne Einwilligung messbar bleibt

Mehr, als viele annehmen: Seitenaufrufe, Herkunft, Gerät, Verweildauer je Besuch, abgeschickte Formulare. Nicht messbar ist die Wiedererkennung derselben Person über mehrere Besuche und Geräte hinweg — und damit die vollständige Zuordnung eines Abschlusses zur ersten Anzeige.

Für die meisten Entscheidungen genügt das Erste. Wer nicht gerade Werbebudget über mehrere Kanäle verteilt, verliert durch den Verzicht auf ein Einwilligungsbanner wenig und gewinnt eine Seite ohne Hürde.

Der Datenschutzteil

Werkzeuge, die Daten in Drittländer übertragen, brauchen eine Einwilligung — und der Cookie-Banner kostet einen erheblichen Teil der Messdaten, weil viele ablehnen. Was übrig bleibt, ist verzerrt.

Datensparsame Alternativen, die auf eigenen Servern laufen, dürfen je nach Ausgestaltung ohne Einwilligung messen. Sie liefern weniger Detailtiefe, dafür vollständigere Zahlen — für die meisten Websites der bessere Tausch. Ein Punkt, der beim Vergleich oft untergeht: Google Analytics 4 hält Ereignisdaten laut Voreinstellung 2 Monate vor und lässt sich auf 14 Monate umstellen. Wer länger zurückblicken will, muss die Zahlen vorher wegschreiben.

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