Microservices
Microservices zerlegen eine Anwendung in kleine, eigenständig laufende Dienste, die über Schnittstellen zusammenarbeiten. Jeder Dienst lässt sich einzeln aktualisieren und ausrollen.
Der Preis, der selten genannt wird
Aus einem Programm werden viele, und zwischen ihnen liegt das Netz. Fehlersuche wird schwieriger, weil ein Vorgang durch fünf Dienste läuft; Datenkonsistenz wird zur eigenen Aufgabe, weil es keine gemeinsame Datenbank mehr gibt.
Dieser Aufwand ist konstant, der Nutzen wächst erst mit der Größe. Deshalb ist die Aufteilung für die meisten Firmenanwendungen die falsche Antwort auf ein Problem, das sie nicht haben.
Welches Problem sie tatsächlich lösen
Ein organisatorisches: Mehrere Teams können unabhängig voneinander ausrollen. Wo es nur ein Team gibt, entfällt der Hauptnutzen — und die Kosten bleiben vollständig bestehen.
Der technische Nutzen, einzelne Teile getrennt skalieren zu können, ist real, aber bei den meisten Firmenanwendungen theoretisch. Wenn kein Teil an seine Grenze kommt, gibt es nichts getrennt zu skalieren.
Woran die Aufteilung meist scheitert
An der falschen Schnittlinie. Wer nach technischen Schichten trennt, bekommt Dienste, die für jede fachliche Änderung gemeinsam angefasst werden müssen — der Aufwand steigt, der Nutzen bleibt aus.
Die brauchbare Trennung folgt Fachbereichen, und die kennt man am Anfang selten genau. Deshalb ist der übliche Rat, mit einer zusammenhängenden Anwendung zu starten und erst zu trennen, wenn die Linien sichtbar sind.
Wann es sich lohnt
Wenn mehrere Teams unabhängig veröffentlichen müssen, oder wenn ein Teil der Anwendung ganz andere Lastspitzen hat als der Rest und getrennt skaliert werden soll.
Der übliche Weg ist deshalb: als zusammenhängende Anwendung beginnen, sauber getrennte Bereiche im Inneren, und erst herauslösen, was nachweislich eigenständig sein muss.
Häufige Fragen zu Microservices
Wie klein muss ein einzelner Dienst in einer Microservices-Architektur sein?
Setzt eine Architektur aus Microservices Kubernetes voraus?
Dürfen sich zwei Microservices eine gemeinsame Bibliothek teilen?
Wie lassen sich Microservices testen, die voneinander abhängen?
Wer prüft die Berechtigung, wenn Microservices sich gegenseitig aufrufen?
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