Load Balancing
Load Balancing verteilt eingehende Anfragen auf mehrere Server, damit keiner überlastet wird. Fällt einer aus, übernehmen die anderen — die Website bleibt erreichbar.
Zwei Gründe, einer davon der wichtigere
Der offensichtliche ist Leistung: mehr Anfragen als ein Server verkraftet. Der praktisch häufigere ist Verfügbarkeit — mit zwei Servern lässt sich einer aktualisieren oder neu starten, ohne dass Besucher etwas merken.
Gerade dieser zweite Punkt wird unterschätzt. Wartungsfenster nachts entfallen, wenn im laufenden Betrieb umgeschaltet werden kann.
Ab wann sich Verteilung lohnt
Nicht ab einer Besucherzahl, sondern ab einer Anforderung an die Ausfallsicherheit. Ein einzelner ordentlicher Server trägt für die meisten mittelständischen Websites mehr Last, als je anfällt — die Verteilung kauft man für den Fall, dass eine Maschine ausfällt, nicht für Tempo.
Wer sie einführt, verdoppelt die Systeme und damit die Pflege. Diese Rechnung gehört vor die Entscheidung, denn sie fällt bei kleinen Anwendungen oft gegen die Verteilung aus.
Was dabei zu klären ist
Wo die Sitzungsdaten liegen. Landet ein angemeldeter Nutzer beim zweiten Aufruf auf einem anderen Server, ist er abgemeldet — es sei denn, die Sitzung liegt zentral statt lokal.
Dasselbe gilt für hochgeladene Dateien: Sie gehören in einen gemeinsamen Speicher, nicht auf die lokale Platte eines der Server. Beides wird regelmäßig erst nach dem Umstellen bemerkt.
Häufige Fragen zu Load Balancing
Wie schnell bemerkt ein Load Balancer den Ausfall eines Servers?
Wie viel Reserve muss jeder Server hinter einem Load Balancer haben?
Wo steht die echte Besucher-IP, wenn ein Load Balancer vor den Servern sitzt?
Was unterscheidet Load Balancing von einem Auslieferungsnetz?
Was leistet Load Balancing nicht, wenn alle Server dieselbe Datenbank nutzen?
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