Web & Entwicklung

Figma

Figma ist ein Werkzeug für Oberflächengestaltung, das im Browser läuft und an dem mehrere Personen gleichzeitig arbeiten können. Entwürfe werden dort nicht nur gezeichnet, sondern auch klickbar gemacht und kommentiert.

Redaktionell geprüft von Alexander SeidlertwentyonepixelsStand:

Was es für die Zusammenarbeit ändert

Sie sehen den Entwurf im Browser, ohne Software zu installieren, und können direkt an die Stelle schreiben, um die es geht. Das ersetzt Rückmeldungen wie „das Kästchen weiter unten links" durch einen Kommentar genau dort.

Änderungen sind sofort sichtbar — es gibt keine Versionen per E-Mail, an denen jemand die falsche kommentiert.

Was es an der Abstimmung ändert

Alle sehen denselben Stand. Das klingt banal und beendet die häufigste Reibung in Gestaltungsprojekten: Rückmeldungen zu einer Fassung, die längst überholt ist. Kommentare hängen am Entwurf, nicht in einem Mailverlauf.

Für den Auftraggeber heißt das auch: Zugang verlangen. Ein Entwurf, der nur als Bild geliefert wird, nimmt Ihnen die Möglichkeit, Maße, Farben und Abstände selbst nachzusehen.

Warum der Entwurf nicht die Website ist

Weil ein Bild keine Zustände kennt und keine Bildschirmbreiten. Was im Entwurf auf zwei festen Größen stimmt, muss im Browser bei jeder beliebigen Breite stimmen — und dazwischen liegen die Stellen, an denen es bricht.

Deshalb gehört zur Abnahme immer der Blick in den Browser, nicht in den Entwurf. Abweichungen von wenigen Pixeln sind dabei normal und kein Mangel.

Die Grenze

Ein Entwurf ist keine Website. Er zeigt einen Zustand bei einer Bildschirmbreite mit ausgewählten Inhalten. Wie sich die Seite bei sehr langen Überschriften, fehlenden Bildern oder auf einem alten Handy verhält, zeigt erst die Umsetzung.

Deshalb bauen wir kritische Bereiche früh im Browser statt sie bis ins Detail zu zeichnen — dort sind die Antworten belastbar.

Rechtsgrundlagen

Häufige Fragen zu Figma

Dreißig Tage – so lange lässt sich der Versionsverlauf einer Datei in kostenlosen Starter-Teams einsehen, während bezahlte Team- und Organisationskonten den vollständigen Verlauf öffnen. Einen neuen Prüfpunkt legt Figma automatisch alle 30 Minuten an (Herstellerdokumentation, abgerufen am 15.09.2026). Daraus folgt eine Regel für längere Projekte: Jeden Stand, auf den sich später jemand berufen soll, ausdrücklich benennen und herunterladen. Nach Ablauf der 30 Tage ist ohne bezahlten Tarif nicht mehr nachweisbar, wie eine frühere Fassung aussah.

Nein, erfundene Beispieldaten genügen für jeden Gestaltungszweck. Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe c DSGVO verlangt Datenminimierung, und ob eine Tabelle lesbar bleibt oder eine Überschrift umbricht, zeigt ein erfundener Name genauso. Wer echte Namen, Adressen oder Bestellungen in eine Entwurfsdatei kopiert, macht Figma, Inc. zum Auftragsverarbeiter – der Vertrag dazu ist das Data Processing Addendum des Anbieters, Stand 30.03.2026. Und gelöscht werden die Inhalte nach Vertragsende laut dieser Vereinbarung binnen 30 Tagen, nicht sofort.

Das entscheidet eine Kontoeinstellung, deren Voreinstellung sich je Kontotyp unterscheidet: Nach der Herstellerdokumentation ist das Training mit eigenen Inhalten bei Starter- und Professional-Teams eingeschaltet, bei Organization- und Enterprise-Konten ausgeschaltet; in Kraft ist die Regelung seit dem 15.08.2024 (abgerufen am 15.09.2026). Wer fremde Entwürfe oder vertrauliche Inhalte in einem Team ablegt, prüft deshalb zuerst diese Einstellung. Das Abschalten wirkt nur für künftige Inhalte und nicht rückwirkend.

Lesen darf es den ganzen Inhalt: Die Entwicklerdokumentation beschreibt die Plugin-Schnittstelle als Zugriff, um Inhalte von Dateien anzusehen, zu erzeugen und zu verändern, ausgeführt im Browser des Nutzers. Wohin Daten gehen dürfen, steht im Manifest – die Liste erlaubter Domains ist Pflicht, ein Sternchen als Eintrag erlaubt jedes Ziel, und Figma zeigt diese Liste auf der Community-Seite des Plugins an (abgerufen am 15.09.2026). Regel: vor dem ersten Start nachsehen, nicht danach.

Bilder und eine Datei, die nur Figma öffnet. Herunterladen lässt sich der vollständige Entwurf als fig-Datei; portabel sind dagegen allein die Exportformate für statische Entwürfe, nämlich PNG, JPG, SVG und PDF (Herstellerdokumentation, abgerufen am 15.09.2026). Ein festes Layout trägt weder Komponenten noch Variablen, Prototyp-Verknüpfungen oder Kommentare. Wer einen Wechsel für möglich hält, hält die gestalterischen Regeln deshalb außerhalb des Werkzeugs fest – schriftlich, nicht nur als Datei.

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