Penetrationstest
Bei einem Penetrationstest greift ein Fachmann ein System kontrolliert an, um Schwachstellen zu finden, bevor jemand anderes es tut. Anders als ein automatischer Scan verbindet er Einzelbefunde zu einem echten Angriffsweg.
Der Unterschied zum Schwachstellen-Scan
Ein Scanner listet bekannte Lücken auf — nützlich, aber oberflächlich, und mit vielen Fehlalarmen. Ein Test prüft, ob sich eine Lücke tatsächlich ausnutzen lässt und wie weit ein Angreifer damit kommt.
Der Unterschied schlägt sich im Preis nieder: Ein Scan kostet dreistellig, ein Test vierstellig aufwärts. Für eine gewöhnliche Firmenwebsite ist der Scan plus saubere Aktualisierungen meist die richtige Wahl.
Wann er sich lohnt
Bei Anwendungen, die Zahlungen abwickeln, Gesundheits- oder Personaldaten verarbeiten oder als Portal für viele Nutzer dienen. Dort ist der mögliche Schaden groß genug.
Und immer VOR dem Produktivstart, nicht danach. Ein Befund vor dem Start kostet einen Entwicklungstag; derselbe Befund danach kostet zusätzlich eine außerplanmäßige Veröffentlichung und im Zweifel eine Meldung an die Aufsichtsbehörde.
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